The Seafolk

Für Eigner

Alternativen zum Verkauf deines Boots, wenn du es kaum nutzt

Verkaufen ist eine gute Option. Vorher gibt es aber drei andere Wege, und keiner ist ohne Aufwand einzurichten.

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Verkaufen ist eine gute Option. Wenn du seit Jahren Liegeplatzgebühren für ein Boot zahlst, das kaum ausläuft, ist es vielleicht Zeit. Bevor du dich entscheidest, gibt es aber drei andere Wege. Keiner ist ohne Aufwand einzurichten, und keiner passt für jeden. Hier sind sie, mit dem, was jeder verlangt.

Zuerst die Rechnung

In den USA hat die Küstenwache 2018 ermittelt, dass ein Freizeitboot im Schnitt 19 Tage im Jahr aufs Wasser kommt (29 mit Motor), die mitgezählt, die nie ablegen [1]. Das ist keine europäische Zahl und keine für Fahrtenyachten, aber die Größenordnung kennst du von jedem Steg.

Wenn das auf dich zutrifft, lautet die Frage nicht „Verkaufe ich?“, sondern „Was zahle ich für die Tage, an denen ich nicht fahre, und was kann ich damit machen?“. Mit deinen eigenen Zahlen rechnest du das im Rechner.

1. Verchartern

Das bringt wirklich Einnahmen, und es bringt am meisten Papierkram. Als spanisches Beispiel: Die Erklärung, die die Regierung der Balearen für die Vermietung eines Sportboots verlangt, fordert [2]:

Jedes Land, und in Spanien jede Region, hat sein eigenes Verfahren; deines haben wir nicht geprüft. Informier dich, bevor du anfängst. Vercharten heißt außerdem: Fremde an Bord, mehr Verschleiß, und entweder machst du alles selbst oder du bezahlst eine Firma dafür.

Passt, wenn: du Einnahmen willst, die Arbeit in Kauf nimmst und das Boot starke Nutzung verträgt.

2. Mit anderen Eignern teilen (Miteigentum)

Du verkaufst einen Anteil und behältst das Boot. Die Zeitschrift Yachting Monthly nennt eine Gruppe von vier oder fünf Eignern den „Sweet Spot“: In einer Saison von Mai bis Oktober hätte jeder etwa vier Wochen [3]. Die genannten Anteile reichen je nach Boot von 1.500 £ bis 80.000 £ für 50 % eines Boots [3]. Was sich ändert, ist die Kostenaufteilung, und auch die Entscheidungen: wen du dir als Partner aussuchst, wer eine Reparatur zahlt, was passiert, wenn einer aussteigen will. Das gehört in einen Vertrag, und den sollte ein Anwalt lesen.

Passt, wenn: du weiter ein Boot haben willst, aber nicht ein ganzes, und den anderen Eignern vertraust.

3. Tauschen (was wir machen)

The Seafolk ist ein Club von Eignern, die ihre Boote für ein paar Tage tauschen: Du segelst ihres, er segelt deines. Das ist keine Vermietung, und zwischen euch fließt kein Geld. Du verdienst Knots (interne Guthaben ohne Geldwert), wenn jemand dein Boot segelt, und gibst sie aus, wenn du das Boot eines anderen segelst.

Was es nicht tut, damit du es nicht fälschlich annimmst:

Was es tut: Es gibt dir Boote an anderen Küsten, ohne dass du etwas kaufst oder mietest, und dein Boot, das fast das ganze Jahr am Steg liegt, liegt dort nicht mehr ganz so untätig.

Passt, wenn: du dein Boot behältst und dir vor allem fehlt, andere Reviere zu segeln.

Und wenn du trotzdem verkaufst

Dann tu es. Wenn du seit Jahren nicht gesegelt bist und das Boot eine Last ist, ist Verkaufen eine vernünftige Entscheidung. Diese Seite ist nicht dazu da, dich davon abzubringen.

Wo der Club wirklich steht

Bei so wenigen Booten verspreche ich dir nicht, dass morgen an deiner Wunschküste eines frei ist.

In den Club

Br, Ignacio López, Gründer — The Seafolk

Quellen

  1. U.S. Coast Guard, 2018 National Recreational Boating Safety Survey, Exposure Survey Final Report (30.11.2020), Abschnitt 3.12: https://uscgboating.org/library/recreational-boating-servey/NRBSS-Exposure-Survey-Final-Report-20201130-v3.0.pdf
  2. Govern de les Illes Balears, Declaración responsable para el alquiler de embarcaciones y barcos de recreo (auf Spanisch): https://www.caib.es/seucaib/es/tramites/tramite/2917764/
  3. Yachting Monthly, „Shared boat ownership: all the fun at a fraction of the cost?“ (27.02.2025, auf Englisch): https://www.yachtingmonthly.com/cruising/cruising-life/shared-boat-ownership-all-the-fun-at-a-fraction-of-the-cost-100694